Rostschutzkonzepte & Verfahren der Oberflächengestaltung 

 

Im Folgenden sind die verschiedenen möglichen Verfahren zur Oberflächengestaltung von Elementen aus Stahl und Schmiedeeisen beschrieben.

 

 

Rostfreie Komponenten - Edelstahl

 

Ein guter Rostschutz ist die Verwendung von Materialien, die nicht oder nur sehr schwer rosten, wie V2A oder V4A Edelstahl. Mit einem Geländer aus Edelstahl ist man bei minimaler Pflege über viele Jahrzehnte sehr gut vor Rost geschützt.

 

Allerdings ist Edelstahl ein sehr sprödes Material, was in der Praxis zu sehr eingeschränkten Gestaltungsmöglichkeiten führt. Wirklich möglich sind eckige und / oder runde Geraden, unter Umständen noch Bögen. Eine kreative Formgebung wie mit Stahl ist mit diesem Material leider nicht möglich, daher passen Edelstahlgeländer in der Regel sehr gut zu modernen Bauten mit klaren Linien. Im Altbaubereich können Kombinationen aus Schmiedeeisen, Holz und Edelstahl eine eigene Note setzen. Auch in Kombination mit Rost-Optik können reizvolle Gestaltungen realisiert werden.

 

 

Feuerverzinkung

 

Bei der Feuerverzinkung werden die blanken Teile nach Entfettung in einem Tauchbad bei ca. 450°C mit einem Zinküberzug versehen. Die Zinkschicht erreicht etwa 50 bis 150 Mikrometer, teilweise auch deutlich mehr. Es entstehen Nasen und Hartzinkstellen, die durch sog. Feinverputzen wieder entfernt werden müssen, bevor das verzinkte Element montiert oder einer zusätzlichen farblichen Gestaltung unterzogen werden kann.

Die Zinkschicht dient sowohl als passiver Korrosionschutz der den Stahl vom direkten Luftkontakt fernhält, als auch als aktiver Korrosionschutz, da Zink als unedeleres Element als Opferanode wirkt und zuerst korrodiert. Eine Feuerverzinkung kann einen Zaun 50 bis 80 Jahre vor Rost schützen und ist relativ günstig.

 

 

Hochtemperatur Verzinkung

 

Bei der Hochtemperatur Verzinkung sind die Temperaturen des Zinkbades mit ca. 600 °C höher als bei der Feuerverzinkung, und das Zink damit flüssiger. So werden dünne Schichtdicken von 25 bid 80 Mikrometer erzielt. Ein Feinverputzen entfällt, dafür ist die Hochtemperatur-verzinkung teurer als die Feuerverzinkung.

 

 

Galvanische Verzinkung

 

Die bei der galvanischen Verzinkung erzielte Schichtdicke ist mit ca. 10 Mikrometer sehr dünn, und damit im Aussenbereich als Schutzschicht nicht alleine einsetzbar. In Kombination mit einer Pulverbeschichtung ist eine galvanische Verzinkung sinnvoll, da auch hier das Feinverputzen entfällt und direkt pulverbeschichtet werden kann. Die geringe Beschichtungsdicke ermöglicht eine hohe Oberflächengüte. Dieses Verfahren ist etwas günstiger als die Hochtemperatur Verzinkung. Durch die geringe Schichtdicke der Zinkschicht wird der Stahl bei Beschädigung der Pulverschicht jedoch auch weit weniger gut geschützt.

 

 

Duplex Beschichtung

 

Duplex Beschichtung bezeichnet laut DIN EN ISO 12944 die nachträgliche Beschichtung von feuerverzinkten Stählen mit Pulverlacken. Mit der Kombination einer Verzinlung mit anschliessender Pulverbeschichtung sind alle denkbaren Farben möglich, und es wird eine sehr lange Haltbarkeit erreicht. Allerdings können bei der Pulverbeschichtung bereits verzinkten Materials unschöne, meist kleine und punktförmige Narben im hundertstel oder zehntel Milimeterbereich durch Ausgasungen entstehen, die auch den Korrosionsschutz beeinträchtigen. Durch technische Maßnahmen wird versucht diese Ausgasungen zu vermeiden, dennoch treten sie immer wieder auf und gelten als Stand der Technik.

Trotz dieser Nachteile ist eine Duplex Beschichtung mit das Beste, was langfristigen Rostschutz betrifft. 

 

 

Chemische Nassbeschichtung - Rostschutz & Lack

 

Das verbreitetste Rostschutzkonzept besteht aus einer chemischen Rostschutzgrundierung und einem dazu passenden Lack. Farblich sind alle Gestaltungsmöglichkeiten offen. In der Verbindung mit Vollmaterial lässt sich ein sehr guter Rostschutz erzielen, der in der Haltbarkeit jedoch hinter einer Duplexbeschichtung zurück stecken muss.

 

Der Nachteil dieser Beschichtung liegt daran, dass bei einer nach etwa 10 Jahren fälligen Erneuerung der Lack angeschliffen werden muss, bevor neu lackiert werden kann. Dies kann besonders bei filigranen Konstruktionen eine sehr mühselige Angelegenheit werden.

 

 

Leinölbeschichtung - Rostschutz & Lack

 

Seit Jahrhunderten wird Leinöl im Bautenschutz zum Schutz von Holz und Metall eingesetzt. Diese Farben sind ungiftig, jedoch nicht ganz so leicht zu verarbeiten. Dennoch eignet sich dieses Farbsystem besonders gut für Eigenleistung, da es nicht giftig ist und immer wieder überstreichbar. 

 

Neben der sehr guten Umweltverträglichkeit ist ein besonderer Vorteil dieses Systems, das neue Lackschichten ohne vorheriges Anschleifen aufgetragen werden können. Die fertige Leinölschicht ist im Vergleich zu einer chemischen oder Pulverbeschichtung wesentlich empfindlicher gegen Kratzer. Für hochfrequentierte Bereiche wie ein Treppenhaus ist dieses System daher nur bedingt geeignet.

Preislich ist die Leinölbeschichtung etwas teurer als eine chemische Nassbeschichtung oder Feuerverzinkung, aber günstiger als eine Duplex Beschichtung.

 

 

Hans Faber
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